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Du willst am besten auch deine Vergangenheit loslassen, weil du das Gefühl hast, dass sie dich ständig bremst? Du weißt allerdings nicht wie, weil sie dich immer wieder einholt? Dann befindest du dich hier an der richtigen Adresse, denn im heutigen Beitrag wirst du nicht nur erfahren, warum es keinen Sinn macht, an etwas festzuhalten. Zusätzlich bekommst du noch eine Anleitung mit auf den Weg, wie du es schaffst, Vergangenes endlich loszulassen und dich auf das Hier & Jetzt zu fokussieren.

Es macht keinen Sinn, in der Vergangenheit zu leben.

Vergangenes loslassen

Vergangenes loszulassen ist für jeden Menschen der erste Schritt in Richtung Glück. Wir können nämlich nur glücklich und erfüllt leben, wenn wir uns im Hier & Jetzt befinden und zwar nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Mit der Vergangenheit sollten wir Frieden schließen und sie akzeptieren, weil wir sie niemals ändern werden können. Oder vielleicht doch? Zu einem gewissen Teil haben wir schon noch einen Eingriff in das, was geschehen ist. Wie genau das gemeint ist, kannst du direkt im nächsten Abschnitt nachlesen. Allerdings ist es komplett sinnfrei, seine Energie daran zu verschwenden, an der Vergangenheit festhalten zu wollen. Dies wird dir nicht gelingen bzw. es führt dazu, dass du die Möglichkeiten, Chancen und Geschenke der Gegenwart nicht erkennst und somit auch nicht ergreifen kannst. Dadurch beeinflusst du auch deine Zukunft negativ und es entsteht keine positive Perspektive.

 

Vergangenheit loslassen durch Reflektion und Änderung des Umgangs mit ihr

Du kannst die Vergangenheit ändern, indem du deine Sichtweise auf sie veränderst. Es gibt sicher so einige „schlechte“ Erfahrungen, die dazu führen, dass du nicht loslassen kannst. Eben in diesen schlechten Erfahrungen stecken jedoch immer Geschenke. Jedes Ereignis hat seinen Sinn. Wenn du an Vergangenes denkst und versuchst, deine schlechte Vergangenheit zu vergessen, schau sie dir ruhig einmal genau an. Frage dich, was für einen positiven Sinn sie für deine Gegenwart und Zukunft haben könnte. Hast du vielleicht etwas Bestimmtes aus ihr lernen können? Frage immer nach dem positiven Sinn und du wirst ihn finden. Diese Sichtweise wird dir deutlich mehr Bewusstsein verleihen und sie führt dazu, dass deine Emotion in Bezug auf deine Vergangenheit angenehmer und positiver wird. Wenn du oft genug den positiven Sinn erkennst, wirst du zudem auch gewisse Erlebnisse ganz anders wahrnehmen. Nicht nur aus der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart und in der Zukunft.

 

Vergessen funktioniert nicht.

Es gibt viele Menschen, die es sich zum Ziel setzen, die Vergangenheit zu vergessen. Gerade wenn es um unangenehme und schlechte Erfahrungen geht, ist dieser Wunsch bei vielen verankert. Allerdings solltest du verstehen, dass dieses Ziel ins Endlose führt, da das Vergessen von prägenden Ereignissen einfach nicht möglich ist. Es sind Erinnerungen, die als Bilder und Videos in deinem Gehirn gespeichert sind. Es ist lediglich möglich, dass diese Erinnerungen mit den Jahren etwas verblassen und du immer seltener daran denken musst. Irgendwann heilt jede Wunde, auch wenn manchmal Narben bleiben. Hab etwas Geduld und versuche nicht krampfhaft, deine Vergangenheit wegzuschieben, denn dann wird sie dich immer öfter einholen und vereinnahmen.

 

Die Vergangenheit loslassen durch den Fokus auf das, was jetzt ist.

Ganz oft ist das Festhalten an vergangenen Geschehnissen auch ein guter Grund, um sich nicht in der Gegenwart mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Somit ist es eine Art Verdrängung, die jedoch niemanden von uns glücklich machen kann. Auch wenn es manchmal sehr unangenehm ist, sich mit dem Hier & Jetzt auseinanderzusetzen und man dann erst einmal Einiges zu tun hat, weil man sich selbst lange vernachlässigt hat, wird es sich lohnen. Die wahren Chancen und Möglichkeiten im Leben liegen immer in der jetzigen Situation. Wenn du dich also auf das, was jetzt gerade relevant ist, fokussierst, wirst du dies auch erkennen. Dafür musst du dich immer wieder von Neuem daran erinnern, im Hier & Jetzt zu bleiben. Jedoch wirst du es mit der Zeit immer schneller merken, wenn du mal wieder in die Vergangenheit abschweifst und kannst dich demnach immer besser steuern.

 

Unser Gehirn kann nicht zwischen Gegenwart und Vergangenheit unterscheiden.

unser-gehirn unterscheidet nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft

Wenn du dich in deinen Gedanken in die Vergangenheit zurückversetzt, nimmt dein Gehirn dies als aktuelles Geschehnis war. Das liegt daran, weil du in diesem Moment entsprechende Emotionen verspürst, die deinem Gehirn das Signal geben, dass du jetzt gerade etwas erlebst. Solltest du dich gerne an schöne Dinge aus der Vergangenheit zurückerinnern, wird das kein Problem darstellen. Wenn es jedoch um negative bzw. sehr unangenehme Erfahrungen geht, wärmst du die unschönen Gefühle immer wieder auf. Unschöne Gefühle produzieren mehr von unschönen Gefühlen. Deshalb solltest du sehr achtsam sein in Bezug auf deine gedankliche Präsenz.

 

5 hilfreiche Praxistipps, um die Vergangenheit loszulassen.

 

  • Erstelle dir eine Liste mit Dingen, für die du in deiner jetzigen Lebenssituation dankbar bist. Erweitere diese Liste jeden Tag.
  • Schreibe dir ebenfalls Dinge auf, die dir Freude bereiten und integriere möglichst viel davon in deinen Alltag.
  • Überlege dir, was dir eher Stress bereitet und was du aktuell nicht gerne tust. Passend dazu kannst du dir Wege suchen, immer weniger von diesen Dingen tun zu müssen.
  • Finde die Art von Bewegung, die dir persönlich Spaß macht. Das kann eine Sportart oder auch Spaziergänge sein. Bewegung und Aktivität macht dich freier im Kopf, sodass du auch tendenziell weniger in deinen Gedanken abschweifst.
  • Notiere dir bestimmte „Learnings“ aus deiner Vergangenheit, die dir in der Gegenwart und Zukunft von Nutzen sein können. So entwickelst du eine positive Sicht und nutzt deine Vergangenheit als Tool, um deine Gegenwart angenehmer zu gestalten.

 

Diese Studie brachte wichtige Erkenntnisse.

Der Psychologe Matthew Killingsworth und seine Kollegen haben eine Studie an der Harvard Universität durchgeführt, in der es darum ging, wie wichtig es ist, im Hier & Jetzt zu leben. Durch sie wollte man die gedankliche Präsenz und die Zufriedenheit von Personen während des Alltags erfassen und im 2. Schritt aufdecken, ob es Zusammenhänge mit der allgemeinen Zufriedenheit der Personen gibt.

Via Zufallsgenerator und per App wurden 2250 Teilnehmer/innen kontaktiert und dazu befragt, in welchem Zustand des Bewusstseins sie sich gerade befinden. Mit Bewusstseinszustand ist gemeint, ob die Person ihren Gedanken nachgeht und gerade abschweift, ohne dass es ihr bewusst ist oder ob sie sich voll und ganz auf das fokussiert, was sie gerade tut.

Passend dazu wurden die Studienteilnehmer auch gefragt, wie hoch oder niedrig sie ihr Zufriedenheitsgefühl in diesem Moment einschätzen würden und welcher Tätigkeit sie gerade nachgehen.

Dabei sind im Endeffekt 2 spannende Ergebnisse herausgekommen:

  1. Fast die Hälfte der Zeit (47%) befanden sich die Teilnehmer in geistiger Abwesenheit. Das heißt, dass sie in Gedanken nicht im Hier & Jetzt waren und gegrübelt und nachgedacht haben über Vergangenes.
  2. Es machte die Teilnehmer unglücklicher, im Geist umherzuwandern. Es kam heraus, dass sie sogar tendenziell unglücklicher waren, wenn sie gedanklich in etwas Schönes abgedriftet sind. Das größte Potenzial für Glück und Zufriedenheit hat der Mensch also, indem er sich vollkommen auf das, was jetzt gerade ansteht, konzentriert.

 

Unabgeschlossene Dinge werden dich so lange ausbremsen, bis du dich entscheidest.

Fast jeder Mensch hat so bestimmte Ereignisse aus der Vergangenheit, mit denen er/sie noch nicht ganz abgeschlossen hat. Diese Dinge bremsen uns allerdings teilweise massiv aus. Der Grund dafür ist einfach nur, dass wir diese Geschehnisse noch nicht ausreichend reflektiert haben. Immer wenn etwas wieder hochkommt, will dir das Leben damit etwas sagen. Du sollst etwas Positives für dich mitnehmen. Manchmal jedoch ist es notwendig, die klare Entscheidung zu treffen, sich ab sofort nicht mehr herunterziehen zu lassen von bestimmten Erfahrungen. Man bezeichnet diese Entscheidung auch gerne als „Klick-Moment“, den man jedoch nicht aktiv oder künstlich hervorrufen kann. Irgendwann kommt er vielleicht und wenn du dann die Entscheidung triffst, solltest du auch wirklich dabeibleiben. Diese Momente entstehen dann auch oftmals durch ein „Schnauze-voll-Gefühl“. Man ist es einfach Leid. Schöpfe die Energie aus deinem Leid und wandle sie positiv um.

 

Die Vergangenheit loslassen durch Freude & Dankbarkeit.

Dass der Fokus auf das Hier & Jetzt wichtig ist, weißt du bereits. Du weißt auch, dass du in deiner Gegenwart möglichst viel Dankbarkeit und Freude empfinden bzw. dich darauf fokussieren solltest. Denn wer zufrieden ist und sich im Hier & Jetzt wohlfühlen kann, der hängt tendenziell deutlich weniger in der Vergangenheit fest. Ganz oft ist es ja so, dass die Gegenwart deutlich angenehmer ist als die Vergangenheit, weil wir uns nun mal weiterentwickeln. Dies müssen wir jedoch realisieren. Dankbarkeit für aktuelle Umstände, Menschen oder Dinge ist ebenso wichtig. Zusätzlich kannst du allerdings auch dankbar dafür sein, dass schlimme Ereignisse aus der Vergangenheit bereits geschehen und damit nicht mehr aktuell sind. Sei froh, dass du es hinter dir hast! Diese Form von Dankbarkeit wird dir auch nochmal helfen können, um abzuschließen.

Freude und Dankbarkeit

Zum Schluss möchten wir dir noch mit auf den Weg geben, dass das Abschließen oder Frieden schließen mit der Vergangenheit bedeutet, dass du nie wieder dran denken wirst. Manche Dinge werden wahrscheinlich dein Leben lang immer mal wieder hochkommen und dann ist das nun mal so. Dein Umgang damit ist entscheidend, ebenso wie die Dauer deiner Präsenz in der Vergangenheit. Wenn solche Momente kommen, akzeptiere sie. Erlaube dir jedoch auch, sie schnell wieder loszulassen.