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Was ist der Priming-Effekt?

Der sogenannte Priming-Effekt findet in unserem Gehirn statt und beschreibt im Grunde genommen eine Art Vorbereitung unseres Unterbewusstseins auf kommende Ereignisse. Durch einen Reiz werden im Gehirn Inhalte aus dem Gedächtnis aktiviert, die dann bestimmte Reaktionen und Assoziationen auslösen. Dieser Prozess läuft in der Regel unbewusst ab, allerdings bist du in der Lage, ihn bewusst anzukurbeln und ihn somit positiv für dich zu nutzen.

 

Wozu kann ich den  Priming-Effekt nutzen?

Den Priming-Effekt kannst du eigentlich für alles nutzen. Für jede Situation, auf die du dich gerne vorbereiten möchtest, um dir bestimmte Dinge zu erleichtern. Das kann zum Beispiel beim Lernen für eine Klausur oder ein Projekt sehr nützlich sein, aber auch für Geschäftstermine oder Seminare. Priming sorgt dafür, dass du bestimmte Informationen deutlich besser und schneller aufnehmen kannst und sie auch länger im Gedächtnis behalten kannst. Beispielsweise kannst du dir durch diese Methode besser Daten und Namen merken, was im Kontakt zu anderen Menschen von Vorteil sein kann. Vor allem erleichtert es dir dein Leben, wenn du nicht ständig irgendwelche Dinge nachfragen oder neu recherchieren musst.

 

Der Priming-Effekt kann noch viel mehr bewirken.

Da Priming eine Form von einer Beeinflussung des Denkens ist, kannst du damit auch deine Gefühlslage entsprechend beeinflussen – positiv oder negativ. Natürlich gehen wir hier eher auf das Positive ein, da wir nur damit wirklich etwas anfangen können. Unsere Gedanken und Gefühle werden durch einen Kontext erzeugt und geschehen nie aus dem Nichts heraus, also sind sie sozusagen eine Reaktion auf einen bestimmten Reiz. Wir können zumindest zu einem Teil bewusst dafür sorgen, positive Reize zu setzen, um unsere Gefühlslage entsprechend positiv zu verändern. Wie das funktionieren kann, erfährst du im nächsten Beitrag.

 

 und Beeinflussung der Menschen durch Medien.

Diese Form des Primings ist auch bekannt als Filterblase. Unsere innere Einstellung, unser Weltbild und auch unser Verhalten wird durch die Wiederholung von immer wieder der selben Art von Informationen enorm beeinflusst. Auch wenn das jetzt fast wie eine Verschwörungstheorie klingt: in den Massenmedien werden teilweise immer wieder die selben Botschaften vermittelt. Nämlich „unsere Welt sei schlecht und von Bösem geprägt“. Welche Medien hier gemeint sind, kannst du dir ja denken. Im Grunde nützen dir diese negativen Informationen nichts, da sich diese Dinge auf der Welt nicht ändern, nur weil wir alle darüber erschüttert sind. Dadurch, dass sie in uns ein schlechtes Weltbild erzeugen, macht das die Welt wiederum zu einem noch schlechteren Ort. Die schönen Seiten werden hierbei oftmals komplett vergessen. Auch in gewissen anderen Printmedien werden größtenteils Skandale verbreitet, die auch nichts Positives in unseren Köpfen bewirken. Wir haben allerdings die Wahl und können selbst entscheiden, welche Medien wir konsumieren und welche Informationen wir an uns heranlassen.

 

Affektives Priming für die Aktivierung von Gefühlszuständen.

Wie bereits erwähnt, können wir durch Priming auch unsere Gefühlszustände beeinflussen bzw. aktivieren. Dies geschieht zum Beispiel durch Bilder, Filme oder Musik. Oftmals verbinden wir etwas davon mit bestimmten Gefühlszuständen, die im Grunde genommen aber unabhängig vom Reiz an sich sind. Die gewisse Verbindung von Reiz und Gefühl jedoch führt dazu, dass wir z.B. bestimmte Lieder hören und direkt ein trauriges oder auch freudiges Gefühl empfinden, weil wir es mit einer bestimmten Phase in unserem Leben oder einer bestimmten Person verbinden. Auch dies läuft natürlich wieder unbewusst statt, doch bewusst können wir ja die nötigen Reize selbst wählen, um schöne Gedanken und Gefühle zu aktivieren.