Damit du deine Lebensziele finden und sie im Endeffekt auch verwirklichen kannst, braucht es zuerst einmal ein paar Schritte, die du gehen solltest. Du fragst dich oft nach dem Sinn des Lebens oder merkst einfach immer wieder, dass du im Alltag energielos und schlapp bist? Dann lies‘ dir diesen Beitrag auf jeden Fall durch, denn diese Symptome hängen oftmals mit fehlenden oder auch falschen Lebenszielen zusammen.

Lebensziele sind wichtig – doch warum?

Lebensziele sind wichtig

Wir Menschen brauchen immer Gründe dafür, zu leben und morgens aufzustehen. Wenn wir diese Gründe nicht haben und keinerlei Vorstellungen für unsere Zukunft haben, wird es enorm schwierig, ein erfülltes Leben zu führen. Deshalb ist die persönliche Zielfindung so essenziell für dich. Ein Leben ohne Ziele ist ein Leben ohne Sinn und Energie. Um Lebensziele erreichen zu können, musst du sie natürlich auch erst einmal definieren, wozu wir gleich noch kommen. Ohne Ziele sehen wir oftmals keinen Sinn darin, täglich morgens aufzustehen und die Dinge zu tun, die wir eben tun. Es fehlt der Antrieb und der Wert des Lebens, was daher kommt, dass wir im ziellosen Modus auch meistens aktuell nicht die richtigen Dinge tun, die uns glücklich machen. Denn wir wissen ja überhaupt gar nicht, was wir wollen. Somit ist der Fokus auf die Lebenssäulen und Ziele nicht nur wichtig für die Zukunft, sondern auch für das, was im Hier & Jetzt geschieht.

 

Warum haben so viele Menschen keine Lebensziele?

Vielleicht mag sich das nun etwas wie eine Verschwörungstheorie anhören, doch im Endeffekt werden wir alle systematisch so programmiert, dass wir in dieser Welt nur noch funktionieren. Es geht in der Erziehung und in der Schulbildung leider oftmals nicht darum, uns selbst zu entfalten und den Lebensweg zu finden, der uns zufrieden stimmt. Sinnvolle Ziele im Leben sind somit etwas, was die meisten von uns überhaupt gar nicht auf dem Schirm haben bzw. wir machen uns darüber keine Gedanken. In der Schule geht es primär darum, in ein Raster zu passen und die Aufgaben zu erfüllen, die ein anderer Mensch uns stellt.

Falsche Lebensziele

Ob diese Aufgaben überhaupt zu uns passen oder ob sie unseren Bedürfnissen oder Talenten entsprechen, ist meistens uninteressant. Somit lernen wir, dass es im Leben hauptsächlich darum geht, es anderen recht zu machen und dabei möglichst besser als der Nachbar zu sein.

 

Lebensziel heißt nicht gleich Lebensziel.

Es gibt materielle Ziele, tiefgründige Ziele, kurzfristige Ziele, langfristige Ziele und auch Lebensziele in den verschiedenen Lebensbereichen. In den nächsten Abschnitten möchten wir dir erst einmal aufzeigen, was es für verschiedene Ziele geben könnte, welche davon fokussiert werden sollten und welche man vielleicht eher in den Hintergrund stellen sollte.

 

Kleine Ziele vs. große Ziele & kurzfristige Ziele vs. Langfristigkeit

Was sind kleine kurzfristige Ziele und wann wird es groß und langfristig? Es ist immer ratsam, Beides bei der Zielsetzung mit einzubeziehen, da die großen langfristigen Ziele dafür da sind, dass du überhaupt die Motivation verspürst, etwas dafür zu tun. Die kleinen kurzfristigen Lebensziele stellen dann deine Etappen dar, sodass du auch immer mal wieder kleine Erfolgserlebnisse hast und es genießen kannst, wenn du die nächste Etappe erreicht hast.

Beispiele für kleine kurzfristige Ziele:

– Regelmäßig Zeit mit meinen Freunden verbringen.
– Im Job jede Aufgabe sofort erledigen und nichts verschieben.

Beispiele für große langfristige Ziele:

– Meinen Freund heiraten und ein Landhaus beziehen.
– 5 verschiedene Immobilien besitzen und vermieten.

Man merkt also, dass Ziele oft auch mit einem „To-Do“ gleichzusetzen sind, was von Vorteil ist. So bekommt man nämlich direkt das Gefühl, handeln zu können. Denke daran, dir jedes große Ziel in kleine Ziele aufzuteilen

 

Materielle Ziele vs. tiefgründige Ziele

langfristige Lebensziele

Tiefgründige Ziele können zum Beispiel sein:

Negativen Gedanken nie wieder Glauben schenken und mich auf das Positive fokussieren.

Mir jeden einzelnen Tag auch Zeit und Ruhe für mich selbst nehmen, für mindestens 30 Minuten.

Es sind also Ziele, die mit deinem Inneren und mit der Beschäftigung mit dir selbst zu tun haben. Solche Ziele solltest du dir unbedingt setzen, da dein Innenleben ausgeglichen sein muss, um glücklich leben zu können. Der Fokus sollte stets auf tiefgründigen Zielen liegen. Materielle Ziele sind zwar weniger wichtig, jedoch noch lange nicht sinnlos oder nutzlos. Materie ist ein Teil von uns, denn selbst unser Körper ist materiell. Ein materielles Ziel wäre zum Beispiel, dir deinen Traumwagen zu kaufen oder dir eine neue moderne Küche einbauen zu lassen. Diese Ziele sollten jedoch eher im Hintergrund sein. Du kannst sie ebenso fokussieren, aber am besten nur zu einem gewissen Teil und dabei nie deine tiefgründigen Ziele vernachlässigen.

 

Suche dir mindestens ein Lebensziel für jeden Lebensbereich

4 Lebensbereiche

Es gibt 4 Lebensbereiche:

  • Gesundheit & Fitness,
  • Soziales & Familie,
  • Beruf, Business & Finanzen 
  • Werte & Sinn.

 

Ein Lebensziel im Bereich Gesundheit & Fitness:

– Regelmäßig Sport treiben, auf eine nahrhafte Ernährung achten und auch im Alter noch gesundheitlich gut aufgestellt sein.

 

Ein Lebensziel im Bereich Soziales & Familie:

– Mir immer Zeit für meine Familie nehmen und den Kontakt zu meinen Freunden pflegen.

 

Ein Lebensziel im Bereich Beruf, Business & Finanzen:

– Mir jede Ausgabe aufschreiben und monatlich Bilanz ziehen.

 

Ein Lebensziel im Bereich Werte & Sinn:

Mir meine persönlichen Werte bewusstmachen und sie niemals aus den Augen verlieren.

 

Dies sind natürlich nur kleine Beispiele und empfehlenswert ist es, sich mehrere Ziele in den verschiedenen Bereichen zu setzen. Wenn es jedoch nur 2 bis 3 sind und du diese dann aber wirklich stets beachtest und verwirklichst, ist das sehr viel mehr wert als wenn du 10 Ziele hast, aber davon nur 2 bis 3 erreichst. Die anderen 7-8 wären dann nämlich nur Misserfolge, die du nicht gebrauchen kannst.

 

Was verändert sich in uns, wenn wir unsere Lebensziele gefunden haben?

Am deutlichsten wirst du es daran merken, dass du im Alltag mehr Energie und Kraft hast. Diese positive Energie wird in jeden einzelnen Lebensbereich von dir fließen, sodass du ganzheitlich ein viel zufriedeneres Leben führen wirst. Deine Lebensziele zeigen dir täglich dein „Warum“ auf und geben deinem Leben einen Sinn. Die Energie, die wir dann ausstrahlen, färbt sich meistens auch auf unsere Mitmenschen ab, da diese dann positiv von dir inspiriert werden.

 

Orientiere dich an erster Stelle immer an dir selbst.

Viele Ziele, die wir haben, haben wir gar nicht in unserem Inneren gefunden, sondern bei anderen Menschen aufgeschnappt. Nur weil 8 von 10 Menschen ein gemeinsames Ziel haben, musst du es
nicht automatisch auch übernehmen und anstreben. Zumal gibt es auch Menschen, die uns kein Verständnis entgegenbringen, wenn wir unsere Lebensziele äußern bzw. äußern, dass wir nicht dieselben Ziele haben wie sie. Dann kommen gerne mal Aussagen, wie z.B.: „Wie? Du willst kein Haus mit Meeresblick haben? Was stimmt denn nicht mit dir?“ und weitere solcher oberflächlichen Äußerungen. Vielleicht bist du eher der Typ Mensch, der mit dem Wohnwagen in den skandinavischen Ländern unterwegs ist und das Abenteuer sucht. Oder vielleicht reicht dir auch eine einfache Wohnung in einer Kleinstadt. Gehe hier niemals danach, was andere wollen oder von dir erwarten, sondern höre in dich selbst hinein.

 

Praxisanleitung für das Erreichen deiner individuellen Lebensziele

Anleitung

Schritt 1:

Finde heraus und schreibe dir auf, welche genauen Ziele du in den einzelnen Lebensbereichen hast bzw. wahrhaftig erreichen willst. Achte dabei auch auf die Unterteilung zwischen kleinen Etappenzielen, großen langfristigen Zielen, tiefgründigen Zielen und materiellen Zielen. Sei dabei so genau wie möglich.

Schritt 2:

Währenddessen solltest du auch deine persönlichen Interessen, Bedürfnisse sowie Talente und Stärken miteinbeziehen. Setze dir niemals ein Ziel, welches mit diesen Dingen nicht konform geht. Schreibe dir deine Stärken und Bedürfnisse auf ein separates Blatt.

Schritt 3:

Wenn du die ersten Ziele erfasst und zu Papier gebracht hast, schreibe dir dazu auch immer die möglichen Schritte, die du täglich und kurzfristig sowie auch langfristig gehen kannst, um diesen Zielen näherzukommen. Es ist wichtig, dass du immer ungefähr weißt, was du zu tun hast.

Schritt 4:

Lese dir deine Ziel-Listen jeden Morgen durch und denke jederzeit daran, ob das, was du gerade tust, zu deiner Zielverwirklichung beiträgt oder nicht.

Schritt 5:

Genieße und feiere jedes einzelne Erfolgserlebnis in deinem Leben. Auch wenn die erreichten Ziele noch so klein sind: sie sind es wert, wertgeschätzt zu werden.

 

Ergreife keine Extremmaßnahmen.

Gerade im Bereich Zielsetzung- und Verwirklichung kann man häufig Menschen beobachten, die zu versteift an ihre Lebenssäulen herangehen und diese mit allen Mitteln optimieren wollen. So entsteht leicht ein gewisser Tunnelblick. Dieser Tunnelblick führt jedoch dazu, dass man das wahre Leben gar nicht mehr genießen und wahrnehmen kann, sondern ständig darauf aus ist, das nächste Ziel zu erreichen. Also kann aus dem Fokus auf die Lebensziele auch eine negative Sucht entstehen, durch die man sich richtig schlecht fühlt, wenn man mal einen Tag lang nichts für seine Ziele tut. So möchte niemand von uns wirklich leben. Nimm‘ dir also auch diesen Tipp zu Herzen und achte stets darauf, dass du dein Leben und das Hier & Jetzt so oft wie möglich genießt. Gerade die kleinen Dinge im Leben sind es wert, wahrgenommen zu werden.

 

Passend zum heutigen Beitrag solltest du dir direkt im Anschluss auch unseren Beitrag zum Thema „Die 4 Lebenssäulen“ anschauen. Dort geht es nochmal detaillierter darum, die einzelnen Lebensbereiche zu analysieren und zu optimieren.

 

 

Hidden Content