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Den eigenen Körper bewusst wahrnehmen und ihn wertschätzen – ein großes Thema und gleichzeitig auch eine Schwierigkeit vieler Menschen. Wer diese Aufgabe meistert, wird höchstwahrscheinlich in Zukunft deutlich weniger Probleme mit der Gesundheit haben als diejenigen, die sich dem Thema gegenüber verschließen. Du willst wissen, worauf es ankommt und wie du dein Bewusstsein erweitern kannst? Dann lies auf jeden Fall weiter.

bewusst den Körper wahrnehmen

Was genau bedeutet es, den Körper bewusst wahrzunehmen?

Den eigenen Körper wirklich wahrzunehmen heißt, Beschwerden und Symptome nicht einfach zu ignorieren, sondern sie bewusst zu spüren und sie zu hinterfragen. Es heißt, Signale zu deuten und auch Bedürfnisse, die der Körper äußert, zu bemerken und sie schlussendlich zu befriedigen.

 

Was kann diese Bewusstseinserweiterung bewirken?

Indem du dich und deinen Körper bewusster und klarer wahrnimmst, bist du viel mehr in der Lage, deinen Körper aktiv zu kontrollieren und Dinge bewusst anzugehen. Du wirst nicht nur körperlich gesünder, sondern wahrscheinlich auch psychisch, weil du im Allgemeinen lernst, besser mit dir selbst umzugehen. Dies wiederum wird dazu führen, dass du ein erfüllteres und glücklicheres Leben führst, harmonischere Beziehungen aufbaust und auch sorgenfreier leben kannst. Zudem kann es bewirken, dass du nur noch sehr selten krank wirst und wenn es vorkommt, du immer weißt, woran es gerade liegt. Du nimmst es dann nicht mehr als selbstverständlich hin, sondern siehst in jedem körperlichen Signal einen positiven Sinn, mit dem du arbeiten kannst.

 

Dein Körper spricht mit dir

Dein Körper ist nicht ohne Grund da und er vegitiert auch nicht einfach vor sich hin, bis er irgendwann stirbt. Er hat wichtige Funktionen und ist voller Leben. Deshalb will er wertgeschätzt und gehört werden. Ignoriere ihn also nicht, wenn er versucht, dir etwas Wichtiges mitzuteilen. Du kannst dir sicher sein, dass dein Körper nicht auf Smalltalk aus ist, sondern immer etwas Relevantes und Interessantes zu sagen hat. In der folgenden Liste findest du Beispiele für Signale, die dir dein Körper gibt.

  • Knochenbruch: dein Körper bremst dich aus. Dies könnte bedeuten, dass du mal langsam machen und dir etwas Ruhe gönnen sollst.
  • Grippe und Erkältungen: du hast dich angesteckt bzw. Viren sind in dein System gelangt. Dies könnte bedeuten, dass du zu viel an dich heranlässt und etwas Abstand zu negativen Dingen gewinnen solltest.
  • Kopfschmerzen: Dies hat meistens etwas mit deinen Gedanken zu tun, weil diese im Kopf stattfinden. Gibt es etwas, woran du ständig denkst und was dich nicht loslässt? So etwas äußert sich oft in Form von Kopfschmerzen.
  • Knieschmerzen/Gelenkschmerzen: deine Gelenke wollen dir sagen, dass du entweder zu überlastet oder unterbelastet bist. Treibst du zu viel Sport oder bist du allgemein sehr aktiv im Alltag? Oder bist du vielleicht etwas zu faul und könntest regelmäßige Bewegung gut vertragen?
  • Zahnschmerzen: Zahnschmerzen knocken dich meistens aus, sodass du kaum mehr an etwas anderes denken kannst. Eventuell verläufst du dich zu oft und zu sehr in Gedanken, die dir nicht guttun?
  • Magenbeschwerden: Eventuell frisst du irgendetwas in dich herein, was dir nicht gut tut? Verdrängst du etwas?

Dies sind natürlich nur Beispiele und an dieser Stelle wird ausdrücklich erwähnt, dass sie nicht zu 100 % stimmen müssen. Sie sollen dir lediglich als Anregung dienen. Wichtig ist, zu verstehen, dass körperliche Symptome nicht ohne Grund erscheinen.

 

Körper bewusst wahrzunehmen – Wie fange ich nun an?

Das Thema zu verstehen, ist schon mal der erste und wichtigste Schritt. Um es jedoch wahrhaftig zu verinnerlichen, musst du deine persönlichen Erfahrungen damit machen, indem du gewisse Schritte in die Tat umsetzt. Du bekommst jetzt eine kleine Anleitung mit auf den Weg, die du nutzen kannst, wenn du noch ganz am Anfang stehen solltest und dich bisher sehr wenig oder gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hast.

Schritt 1: Decke täglich und zu jederzeit die Grundbedürfnisse deines Körpers, selbst wenn du sie gar nicht spürst. Die Grundbedürfnisse zum Überleben sind: Trinken, Essen und Schlaf. Versorge deinen Körper regelmäßig mit Essen und Trinken, wobei Trinken nochmal deutlich wichtiger ist.

Du sollst dich nicht überfressen oder krampfhaft viel mehr trinken als nötig, sondern es reicht, wenn du auf deine 2-3 Liter Wasser am Tag kommst. Bei 60 Kilo Körpergewicht eher 2 Liter und bei 80 Kilo Körpergewicht eher 3 Liter. Pro Stunde Sport nochmal 500ml oben drauf. Den Bedarf an Essen zu decken, fällt den wenigsten Menschen schwer. Dennoch gibt es Menschen, die das Essen tatsächlich den Tag über vergessen. Bereite dir kleine Mahlzeiten vor, auf die du jederzeit zurückgreifen kannst.

Schlaf ist ebenfalls eine essenzielle Sache. Achte drauf, dass du früh genug ins Bett gehst, um mindestens 7-8 Stunden Schlaf in der Nacht zu bekommen.

 

Schritt 2: Wenn du dies bereits erfolgreich umsetzt oder für einige Tage umgesetzt hast, dann kann es zum nächsten Schritt gehen und zwar, genau darauf zu achten, wann die jeweiligen Bedürfnisse in dir hervorkommen und auch genau dann zu reagieren. Hier bedarf es manchmal etwas Übung und auch Vorbereitung. Es kann sein, dass du Durst verspürst, aber gerade nichts zu Trinken in der Nähe hast.

Lerne daraus und sorge immer dafür, dass dies nicht passiert und du immer vorbereitet bist. Es kann vorkommen, dass du abends plötzlich sehr müde wirst und merkst, dass du noch ein paar Dinge zu tun hast. Lerne daraus, indem du bis zu einer gewissen Uhrzeit alles erledigt hast, auch das Zähneputzen. So kannst du schneller reagieren und auch wirklich dann Schlafen gehen, wenn du spürst, dass es an der Zeit ist. Beim Essen sieht es genauso aus.

Schritt 3: Wenn du deine Grundbedürfnisse nun eine Zeit lang verinnerlicht hast und sie sehr bewusst deutest, kannst du dich an deine Emotionen wagen. Diese befinden sich nämlich immer im Körper und nicht im Kopf. Im Kopf finden deine Gedanken statt. Jedes Mal, wenn du irgendetwas Bestimmtes fühlst (z.B. Freude, Trauer, Wut…), versuche, die Emotion zu lokalisieren. Mit diesem Schritt musst du nicht warten, sondern kannst ihn auch gleichzeitig mit Schritt 1 umsetzen. Auch hier braucht es meistens etwas Übung.

Schritt 4: Wenn du erfolgreich auf deine Bedürfnisse reagierst und deine Gefühle ebenso erfolgreich lokalisierst und wahrnimmst, bist du schon sehr weit gekommen. Der letztendliche Schritt ist das Hinterfragen von körperlichen Symptomen. Weiter oben hast du bereits eine Liste mit Beispielen gesehen. Frage dich bei jedem Symptom am oder im Körper, was es damit auf sich haben könnte. Die Antworten werden kommen.

 

Gehe es nicht zu verkrampft an!

Es geht auf keinen Fall darum, sich unnötige Sorgen über alles zu machen, was dein Körper dir mitteilt. Manchmal liegt es tatsächlich am Wetter, wenn du Kopfschmerzen hast. Manchmal merkst du einfach nur ein kleines Zwicken im Knie oder sonst wo. Auch solch kleine Dinge haben oftmals ihren Sinn, doch du musst ihn nicht ständig hinterfragen. Beschränke und fokussiere dich hierbei lieber auf Symptome, die etwas größer sind bzw. dir relevant erscheinen. Beobachte auch die Häufigkeit der Symptome. Allerdings sollst du dich dadurch nicht selbst bewerten, verurteilen oder schlecht reden.

Dein Körper und somit auch die Symptome und Beschwerden sind deine Freunde und nicht deine Feinde. Sie sprechen mit dir, um dir mehr Klarheit zu verschaffen.

 

Schau dir auch unsere ganzen anderen Beiträge an, in denen es sehr häufig um die geistliche Entwicklung sowie den richtigen Umgang mit den eigenen Gedanken geht. Wenn du es schaffst, mehrere Bereiche davon zu kombinieren, wirst du merken, wie sich ein erfülltes Leben wirklich anfühlen kann.

 

 

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