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Warum habe ich kein Selbstbewusstsein?

Dies ist eine Frage, die sich sehr viele Menschen stellen und wenn du dazugehörst, bist du damit definitiv nicht allein. Wahrscheinlich haben wir sie uns alle schon einmal gestellt und in den meisten Fällen findet sich darauf keine Antwort. Daher wird empfohlen, einfach die Frage mal umzuformulieren, aber dazu später mehr. Du bist nicht selbstbewusst, weil du dir deiner Selbst nicht bewusst bist, ganz plump ausgedrückt. Selbstbewusst sein heißt, sich selbst und somit seine eigenen Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen. Im Grund genommen ist das der Kernpunkt und nur darum dreht es sich schlussendlich. Selbstbewusst sein heißt, nicht mehr zu verdrängen und stattdessen mit offenen Ohren und Augen durch das Leben zu gehen, nach außen, sowie nach innen.

 

Meistens sind es Erfahrungen, die dafür sorgen, dass wir an Selbstbewusstsein verlieren

Noch genauer gesagt sorgen wir selbst dafür, da wir ja immer noch entscheiden können, wie wir mit unseren Erfahrungen umgehen. Leider beginnt es meistens schon in der Kind- und Schulzeit, dass wir an Selbstbewusstsein verlieren und als Kinder können wir dies oftmals nicht selbst steuern. Doch die gute Nachricht ist: heute kannst du es! Egal, ob du 18 Jahre alt oder 60 Jahre jung bist, ob du übergewichtig oder untergewichtig bist, du hast heute die Chance, dein Selbstbewusstsein von Neuem aufzubauen und mit Erfahrungen entsprechend anders umzugehen als in vergangenen Zeiten. Es ist nicht nötig, dass du deine gesamte Vergangenheit reflektierst und analysierst, um dann irgendwann gewisse Blockanden lösen zu können. Zu einem gewissen Grad kannst du das gerne tun, allerdings ist es immer eher ratsam, sich so schnell wie möglich wieder auf das Hier & Jetzt zu konzentrieren, weil dein Leben nur in der Gegenwart stattfindet und du somit auch nur jetzt die Möglichkeit hast, aktiv zu werden.

 

Selbstbewusstsein ist das Bewusstsein für dich selbst und das, was um dich herum geschieht.

Wie bereits erwähnt geht es beim Selbstbewusstsein schlicht und einfach darum, dass du die Gedanken und Gefühle, die in dir hochkommen da sein lässt und sie zunächst erstmal nur beobachtest. Sie kommen nicht ohne Grund! Viele von uns sind mittlerweile so stark trainiert darin, die eigenen Gefühle wegzuschieben, sodass dies ganz unbewusst geschieht und wir es daher gar nicht wirklich merken. Eine Praxisanleitung unter anderem hierzu findest du im nächsten Beitrag, in dem es dann darum geht, aktiv selbstbewusster zu werden.

 

Der Schwund an Selbstbewusstsein ist ein Teufelskreis.

Du hast eine Erfahrung gemacht, die für dich negativ und unangenehm war und natürlich möchtest du sie nie wieder erleben müssen. Du siehst den Sinn in dieser Erfahrung nicht und entscheidest dich beim nächsten Mal dafür, die unangenehmen Gefühle in dir wegzuschieben, damit du dich besser fühlst. Dieser Vorgang wiederholt sich bei den meisten von uns immer und immer wieder und das ganz unbewusst, weil es Gewohnheit geworden ist. Jedoch bleibt es lediglich ein lebenslanger Versuch, denn wirklich erfolgreich werden wir damit niemals sein. Gefühle lassen sich nämlich nicht wegschieben, sondern höchstens aufschieben, sodass irgendwann ganze Berge an Emotionen entstehen, die ihren Raum nicht bekommen. Dadurch können teils schwere Krankheiten, Depressionen und Burnout-Syndrome entstehen.

 

Selbstbewusstsein beschreibt nicht dein äußeres Auftreten, sondern dein inneres Leben.

Denn genau da fängt es an: in dir selbst. Natürlich ergibt sich dadurch dann auch äußerlich ein gewisses Bild bzw. Auftreten, doch das ist nur das Resultat innerer Arbeit.  Bist du innerlich wirklich selbstbewusst, strahlst du auch ein gewisses Selbstbewusstsein aus und das selbst dann, wenn du dich mal unsicher fühlst, denn das ist bei jedem Menschen mal der Fall. Doch es ist nun mal Fakt: wenn du selbstbewusst durchs Leben gehen willst, musst du dich mit dir selbst beschäftigen und dich auch bewusst mit dir selbst konfrontieren. Gehe dir nicht aus dem Weg, denn wohin das führen kann, weißt du nun.