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Egoismus ist nichts Schlechtes, solange es gesunder Egoismus ist. Hier muss man ganz klar unterscheiden, denn wenn du die richtige Form vom Egoismus entwickelst bzw. sie dir aneignest und danach lebst, kannst du dein Leben auf ein ganz neues Level erheben und während dem egoistisch sein auch noch bestmöglich für deine Mitmenschen da sein. Das widerspricht sich? Dann lies auf jeden Fall weiter…

 

Deswegen verbinden viele Menschen Egoismus mit etwas Negativem

Als egoistisch werden meistens Menschen bezeichnet, die nur an sich denken, kaum Rücksicht auf andere nehmen und auch sehr wenig bis gar nicht hilfsbereit sind. Dass dies aber nur den ungesunden Egoismus beschreibt und nicht den Egoismus allgemein, ist den wenigsten bewusst. Man kennt egoistische Personen als Menschen, die gerne mal die Ellbogen ausfahren und nur auf den eigenen Vorteil aus sind. Das sind in der Regel aber keine egoistischen Menschen, sondern welche, die starke Probleme mit sich selbst haben und nicht mit sich selbst umgehen können.

Gesunder Egoismus bringt einige Vorteile mit sich

Der gesunde Egoismus zeichnet sich dadurch aus, dass man durch ihn sehr gut auf sich selbst acht gibt und die eigenen Gedanken und Gefühle bewusst wahrnehmen kann. Durch gesunden Egoismus wird man zu einem glücklicheren Menschen und glückliche Menschen sind sehr gerne für ihre Mitmenschen da und das bei Weitem besser und wirksamer als unglückliche Menschen. Man ist nicht mehr ständig im Kampf mit sich selbst, weil man die eigenen Gefühle nicht mehr verdrängt, sondern sie akzeptiert und auf sie achtet.

Wer gesund egoistisch ist, muss sich gar nicht mehr allzu viel mit sich selbst beschäftigen, denn man ist in dem Fall sowieso sehr nah bei sich selbst, kann klarer denken und hat dadurch viel mehr Zeit, sich auch um andere zu kümmern. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „auch“, da man sich im gesunden Egoismus im ersten Schritt um sich selbst kümmert, damit man besonders viel Energie für die nächsten Schritte hat, nämlich für das soziale Miteinander. Es geht dabei darum, den bestmöglichen Mehrwert für sich selbst und seine Mitmenschen zu schaffen.

 

Altruismus/Selbstlosigkeit – das Gegenteil von gesundem Egoismus

Menschen, die ständig selbstlos handeln, vernachlässigen dabei sich selbst. Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche stehen ganz unten auf der To-Do-Liste, wenn sie überhaupt vorkommen, denn oftmals erlauben sich solche Menschen nicht, die persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen, weil sie dann ja weniger Zeit für ihre Mitmenschen hätte, denken sie zumindest. Selbstlos handelnde Menschen werden sehr oft als liebevoll und nett wahrgenommen. Allerdings steckt hinter scheinbarer Selbstlosigkeit auch oft Berechnung und Kalkül. In Wahrheit tun wir nämlich alles, was wir für andere tun, auch irgendwo für uns selbst, um uns besser zu fühlen. Dies ist aber keinesfalls verwerflich, denn es liegt einfach in der Natur des Menschen. Selbstlose Menschen, die die persönlichen Gefühle meistens verdrängen, um ständig hilfsbereit und abrufbereit sein zu können, riskieren mit ihrem Handeln, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln oder in Depressionen zu fallen.

Man hört auch immer von sehr liebevollen Menschen, die z.B. an Krebs erkranken und jeder fragt sich, warum es immer die lieben Menschen trifft. Es trifft sie, weil sie nicht auf sich selbst achtgeben, so traurig das Ganze auch ist. Allerdings ist jede Krankheit ein Zeichen, damit man sich wieder mehr auf sich selbst besinnt.

 

Gesunder Egoismus tut deinem Umfeld gut

Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du sicher bereits, dass gesunder Egoismus gut ist und so einige Vorteile hat und das nicht nur für dich selbst, sondern auch für dein Umfeld. Der gesunde Egoismus ist nämlich auch etwas, was sehr ansteckend wirkt auf die Menschen, mit denen du dich umgibst. Indem du dich um dich selbst kümmerst und dafür sorgst, dass es dir gut geht, gibst du deinen Mitmenschen und allen, die das mitbekommen, unterbewusst und unterschwellig die Erlaubnis dafür, ebenfalls auf sich selbst zu hören. Heutzutage haben nämlich sehr viele Menschen Probleme damit, weil sie denken, dass es im Leben darum geht, sich selbst hinter andere zu stellen. Gehe stattdessen mit gutem Beispiel voran und zeige deinen Mitmenschen, dass es auch anders geht und dass wir mit gesundem Egoismus bei Weitem mehr erreichen können, als wir jemals dachten.

 

Gesunder Egoismus macht stark

Wenn es dir gut geht und du glücklich durchs Leben gehst, fühlst du eine starke Stabilität und Sicherheit in dir, die dich unfassbar stark macht. Natürlich heißt das nicht, dass du auch dann mal Tiefphasen oder schlechte Laune haben wirst, denn das gehört immer zum Leben dazu. Allerdings wirst du mit diesen Phasen deutlich besser umgehen und die Stärke besitzen, aus jeder Tiefphase etwas Positives mitnehmen zu können. Du fühlst dich durch gesunden Egoismus nicht mehr schwach wie ein Opfer, das durch Umstände kontrolliert wird. Du fühlst dich stark und kannst somit jede Hürde im Leben überwinden. Diese Stärke wird sich dann durch dein gesamtes Leben ziehen und dazu führen, dass du im Alter zurückblickst und stolz auf dich bist.

 

Egoismus aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Es hat sich mittlerweile in sehr viele Köpfe so eingebrannt, dass Egoismus etwas Schlechtes sei. Dabei ist es ziemlich schade, dass der Begriff pauschalisiert wird. Die Menschen kennen nur den Egoismus, der schlecht ist und zudem werden mit egoistischen Menschen auch eher schlechte Erfahrungen gesammelt. Dass diese Menschen jedoch ausschließlich die ungesunde Form von Egoismus ausleben, darauf kommen die wenigsten. Man kann es auf jedes Thema beziehen: sieh die Dinge nicht nur aus einer Perspektive, sondern frage dich immer, was die positive und die negative Form sein könnte und ob man wiederum aus der negativen Form eine positive Form machen kann.

 

Wie wende ich den gesunden Egoismus richtig an?

Die Hauptsache dabei ist, dass du dich mit dir selbst und deinem eigenen Leben beschäftigst. Werde dir bewusst über deine persönlichen Bedürfnisse, Ziele, Gefühle, Gedanken und auch Worte und Handlungen. Dies ist notwendig, sofern du dich wirklich um dich kümmern willst und dafür sorgen möchtest, dass es dir selbst gut geht.

An dieser Stelle ein paar Praxistipps für dich:

  • Nimm dir hin und wieder Zeit für dich, also Zeit, die du ausschließlich mit dir selbst verbringst.
  • Achte darauf, dass du allgemein mehr Dinge tust, die dir Freude bereiten als Dinge, die dir keinen Spaß machen. Beziehe das nicht nur auf ein Jahr, ein Monat oder Woche, sondern auf jeden einzelnen Tag.
  • Wenn dich jemand um einen Gefallen bittet und du merkst, dass du gerade wirklich keinen Nerv dafür hast, kommuniziere es und gehe nicht gegen dich selbst, indem du es trotzdem tust. Gehe dabei natürlich stets respektvoll und verständnisvoll mit deinen Mitmenschen um. Die wenigsten werden dir böse sein.
  • Erlaube dir, dich jederzeit glücklich zu machen.

Wahrscheinlich werden es nun genug Informationen und Anregungen zum Thema gesunder Egoismus für dich sein. Du weißt nun auf jeden Fall, warum er wichtig ist und was er dir bringen kann. Zudem bist du dir im Klaren darüber, dass Egoismus nicht immer schlecht sein muss.

Es kann jedoch sein, dass wenn du jetzt mehr und mehr damit beginnst, auf dich zu achten und gesund egoistisch zu sein, dich deine Mitmenschen teilweise als negativ egoistisch wahrnehmen, weil sie es so nicht von dir gewohnt sind. Dies ist eine völlig natürliche Reaktion, jedoch werden sie sich auch an die „neue Version“ von dir gewöhnen und schlussendlich merken, dass du es ja gar nicht böse meinst. Zusätzlich gibst du deinen Mitmenschen somit die Erlaubnis, sich ebenfalls um sich selbst zu kümmern und das ist enorm wertvoll.

 

Hier noch unser Buchtipp zu diesem Thema für Dich

„Die Kunst ein Egoist zu sein“