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Heutzutage haben sehr viele Menschen Schwierigkeiten, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. In diesem Beitrag wirst du unter anderem erfahren, warum das so ist und vor allem, wie du deinen „Entscheidungsmuskel“ trainierst und es dir angewöhnst, Entscheidungen immer relativ schnell zu treffen.

 

Warum Entscheidungen treffen so viel Angst bei manchen Menschen hervorruft

Gerade in der heutigen Zeit ist so gut wie jeder Mensch auf Sicherheit aus, die zwar oftmals eine Illusion ist, weil nichts im Leben sicher ist, doch wir versuchen, das höchstmögliche Maß an Sicherheit zu erreichen, indem wir möglichst wenige Risiken eingehen und kaum etwas wagen. Meistens ist dies aber völlig verständlich, weil wir es von klein auf so beigebracht bekommen. In der gesamten Schullaufbahn geht es darum, sich ein „sicheres“ Leben aufzubauen und auch viele Eltern bringen es ihren Kindern so bei, weil sie es selbst so gelernt haben. Überall und ständig hört man, wie wichtig es sei, auf Sicherheit zu gehen. Somit wird unser Verstand mit der Zeit so geprägt, dass wir gar keine anderen Möglichkeiten und Wege mehr kennen oder in Erwägung ziehen. Ständig bringt unser Verstand ein neues Argument dafür, möglichst wenig im Leben zu wagen. Mit der Zeit kommt dann auch immer mehr Verantwortung dazu und sobald wir dann Kinder haben und eine eigene Familie gegründet haben, ist das Sicherheitsdenken nochmal verstärkt und die Chance, dass wir uns jemals frei entfalten können, wird immer geringer. Allerdings produziert dieser Art zu leben bei vielen Menschen enormen Stress, weil das Bauchgefühl oftmals etwas ganz Anderes sagt.

 

Du kannst gar keine schlechten Entscheidungen treffen

Wobei, so ganz stimmt dies auch nicht. Die einzig schlechte Erfahrung, die du treffen kannst, ist es, gar keine zu treffen. Indem du nämlich Entscheidungen immer wieder aufschiebst, entscheidest du dich dazu, in der Komfortzone zu verweilen und nicht in deiner Persönlichkeitsentwicklung voranzukommen. Natürlich ist dies ebenfalls eine Entscheidung, weshalb du dich auch genauso gut bereits vorher konkret entscheiden könntest. Es gibt im Endeffekt nur 2 Fälle, die eintreffen können, nachdem du eine klare Entscheidung triffst.

Fall 1: es stellt sich als eine hervorragende Entscheidung heraus und du bist glücklich darüber.

Fall 2: es stell sich heraus, dass dich die Entscheidung in eine unangenehme Situation gebracht hast, die dich allerdings stark wachsen lässt und aus der du Einiges für die Zukunft lernen kannst.
In beiden Fällen gewinnst du. Was hast du also noch zu verlieren?

 

Beim Entscheidungen treffen spielt auch das Bauchgefühl eine wichtige Rolle

Grundsätzlich sind deine Gefühle immer näher an dir dran, als dein Verstand, weshalb sie auch immer besser wissen, was gut für dich und was nicht. Dein Verstand bzw. der Inhalt und die Prägungen deines Verstands gehören nicht zu deinem Wesen, weil es etwas ist, was sich im Laufe deines Lebens eingeschlichen hat durch individuelle Erfahrungen und Einflüsse. Du bist nicht dein Verstand. Du bist zwar auch nicht deine Gefühle, doch sie sind, wie bereits erwähnt, um Einiges näher an dir dran und kennen dich somit auch besser. Weil unsere Gesellschaft jedoch sehr stark von Verstand, Sicherheitsdenken und rationalem Denken geprägt ist, fällt es vielen Menschen schwer, das eigene Bauchgefühl, die sogenannte Intuition oder auch das Herz bewusst wahrzunehmen und im nächsten Schritt darauf zu hören. Bauchgefühl, Intuition und Herz sind hierbei 3 verschiedene Begriffe für ein und dieselbe Sache. Wenn du also Entscheidungen aus dem Bauch heraus triffst, sind dies langfristig immer die richtigen. Manchmal stellt es sich erst später heraus, weshalb man Entscheidungen also nicht voreilig zurückziehen sollte. Dein Verstand ist dafür da, um ihn in deinem Alltag als nützliches Tool zu verwenden, aber nicht zum Entscheidungen treffen.

 

Erfolgreiche Menschen entscheiden sich schnell

Menschen, die in verschiedenen Lebensbereichen erfolgreich sind (nicht nur finanziell und materiell), wissen ganz genau, dass Entscheidungen, die man aufschiebt, einen ausbremsen und daran hindern, das eigene Leben genießen zu können. Auch ein Unternehmen kann zum Beispiel nicht wachsen, wenn keine Entscheidungen getroffen werden und oftmals muss dies nun mal schnell geschehen. Dadurch entstehen „Fehler“, die eigentlich gar keine sind, weil man enorm viel aus ihnen mitnehmen kann. Erfolgreiche Menschen wissen das, weil sie diese Erfahrung bisher schon sehr oft gemacht haben und es sich somit angewöhnt haben, Entscheidungen so schnell wie nur möglich zu treffen. Sie haben festgestellt, dass umso mehr Entscheidungen sie treffen und umso mehr Fehler sie machen, sie desto schneller vorankommen in ihrem persönlichen Wachstum, aber auch im Wachstum von Unternehmen, Projekten, Beziehungen etc.

 

Eigenverantwortung und Selbstvertrauen bauen sich durch Entscheidungen auf

Durch schnelle Entscheidungen, die du triffst, übernimmst du Eigenverantwortung für dich und dein Leben, weil du es dann selbst in der Hand hast und das Ruder übernimmst. Du fühlst mit der Zeit stärker und mächtiger, weil du dein Leben selbst steuerst, anstatt dich von irgendwelchen Umständen leiten zu lassen. Vor allem aber bekommst du dadurch ein großes Vertrauen dir selbst gegenüber, weil du im Laufe der Zeit merkst, dass du gar keine falschen Entscheidungen treffen kannst. Somit vertraust du deinen eigenen Entscheidungen und dein Selbstvertrauen steigt auf ein hohes Level, was enorm wertvoll ist und dich im Endeffekt um Einiges glücklicher stimmt. Ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstvertrauen beeinflusst all deine Lebensbereiche positiv.

 

Entscheidungen treffen lernen ist kein Hexenwerk

Selbst wenn du starke Schwierigkeiten mit diesem Thema haben solltest, ist es auch dir möglich, deinen „Entscheidungsmuskel“ zu trainieren und somit souverän und gut darin zu werden, schnelle Entscheidungen zu treffen und dies nicht nur bei kleinen, sondern ebenso bei wichtigen und großen Entscheidungen. Dafür ist es allerdings wichtig, dass du klein anfängst und erst einmal kleine Schritte in die richtige Richtung machst. Beobachte dich in Alltagssituationen und sogenannten kleinen banalen Entscheidungen. Gebe dir selbst maximal 30 Sekunden für jede Entscheidung.

 

Hier ein paar Beispiele:

  • Die Speisekarte im Restaurant oder Café. Entscheide dich immer in maximal 30 Sekunden für eine Speise/ein Getränk.
  • Morgens beim Anziehen: „Was ziehe ich heute an?“
  • Auto oder Bahn?
  • An der Konsole spielen oder Netflix?
  • Mit Max Fußball spielen oder mit Laura spazieren?

Am Anfang wird es dir eventuell noch schwerfallen, was sich aber mit der Zeit deutlich bessern wird. Wenn du das Gefühl hast, sicherer zu werden, kannst du dich an etwas größere Entscheidungen wagen. Nimm dir hierbei maximal 60 Sekunden und bleibe dann erstmal für eine gewisse Zeit bei deiner Entscheidung.

Zum Beispiel:

  • Kaufe ich mir ein neues Auto oder spare das Geld und fahre erst einmal mit der Bahn?
  • Melde ich mich bei Tinder an oder konzentriere ich mich erstmal besser nur auf mich und mein Leben?
  • Frage ich meinen Chef nach einer Gehaltserhöhung oder suche ich nach einem besser bezahlten Job?

 

Entscheidungen müssen nicht für immer sein

Diese Tatsache hilft dir vielleicht auch dabei, Entscheidungen schnell und klar zu treffen. Nur weil du eine Entscheidung getroffen hast, heißt das nicht, dass du dich nie wieder umentscheiden darfst. Höre hierbei immer auf dein Bauchgefühl und wenn es dir sagt, dass du die Richtung ändern solltest, dann erlaube dir ruhig selbst, es zu tun.

Vielen Dank, dass du dir den Beitrag bis zum Ende durchgelesen hast. Jetzt weißt du auf jeden Fall, was zu tun ist, denn du hast schließlich nichts zu verlieren. Fang am besten bereits heute an und mach die ersten kleinen Schritte. Wenn du erst einmal einen Fuß in der Tür hast, fällt alles viel leichter!