Subscribe

 

Die Angst vor Ablehnung tragen wir alle in uns und bei manchen Menschen ist sie so schwer, dass sie zu einer richtigen Bremse im Leben werden kann. Hast du auch manchmal oder sogar oft damit zu kämpfen? Wenn ja, bist du hier an der richtigen Adresse. Heute erfährst du, was es mit dieser Angst auf sich hat und noch viel wichtiger: wie du sie lösen kannst.

 

Warum hast du Angst vor Ablehnung?

Es heißt, dass wir Menschen alle tief in uns drin eine gewisse Angst davor haben, allein zu sterben und dass daraus auch viele andere Ängste entstehen, die alle auf diese gewisse Urangst zurückzuführen sind. Demnach ist es vollkommen natürlich, dass wir sie in uns tragen. Du bist kein Einzelfall. Das heißt dann natürlich auch, dass wir dieses Gefühl nie komplett aus unserem Körper/unserer Seele verbannen können. Darum soll es hierbei auch nicht gehen. Es geht darum, einen kontrollierten und gesunden Umgang mit diesem Thema zu finden, sodass wir nicht ständig von dieser Emotion ausgebremst werden. Sie hindert uns daran, uns selbst zu finden und frei zu entfalten. Somit sollten wir uns mit der Angst vor Ablehnung beschäftigen, um glücklich sein zu können.

Nicht für jeden Menschen ist dies ein relevantes Thema, sondern nur für diejenigen, die es regelmäßig spüren und merken, dass da etwas nicht ganz in Ordnung ist.
Da die Urangst nun schon erwähnt wurde, machen wir nun weiter mit Dingen, die etwas greifbarer sind.

 

Mögliche Gründe für deine Angst vor Ablehnung:

  • Du hast dich in deiner Kindheit oft abgestoßen gefühlt und verbindest damit ein sehr unangenehmes Gefühl.
  • Du hast dich mit dem Thema Selbstliebe noch nicht intensiv genug auseinandergesetzt – sprich, mit dir selbst als Mensch.
  • Dein Denken driftet sehr schnell ab in eine negative Richtung und du selbst nimmst dies meistens nicht bewusst wahr.
  • Du weißt noch nicht so ganz, wofür du stehst, was deine Werte sind, wo deine Stärken liegen etc. Du kennst dich selbst noch nicht gut genug.

Wahrscheinlich wirst du mit den eben genannten Gründen mehr anfangen können als mit „Ursprünglich haben wir Angst davor, allein zu sterben.“
Diese Tatsache jedoch soll deutlich machen, dass es völlig normal ist, dass wir Angst vor Ablehnung haben.

 

Wie entsteht eine Angst vor Ablehnung?

Meistens ist dies ein Prozess, der aus mehreren Schritten besteht und aus der Aneinanderreihung von unterschiedlichen Ereignissen mit immer demselben Gefühl. Das Gefühl, also die Angst, ist somit immer das Resultat einer Ursache, die von außen kommt. Allerdings kommen hier auch deine Gedanken ins Spiel, weil wir mit ihnen und besonders den negativen Gedanken oftmals Gefühle kreieren, die gar nicht sein müssten. Wenn uns jemand ablehnt, müssen wir es also zunächst erst einmal zulassen, was durch unseren negativen Fokus entsteht. Eine Ablehnung ist also nie vollständig ohne unser Einverständnis, das natürlich in den meisten Fällen unbewusst abgegeben wird. Wenn wir uns das also bewusstmachen, sind wir in der Lage, die Ablehnung abzulehnen. Dazu aber später mehr.

So könnte es ablaufen:

Schritt 1: Du sprichst jemanden an, den du gerne kennenlernen möchtest. Natürlich bist du nervös und fühlst dich etwas unsicher dabei. Die Schüchternheit ist hierbei völlig normal.

Schritt 2: Derjenige äußert, dass er/sie momentan kein Interesse daran hat, jemanden Neues kennenzulernen. Er/sie entschuldigt sich dafür.

Schritt 3: Du bist enttäuscht und denkst dir: „Na toll, eine Abfuhr. Lehnt er mich etwa ab, weil ich keine Top-Figur habe? Woran liegt es bloß?“

Hier wären wir an dem Punkt, an dem oftmals die negativen Gedanken anfangen und selten ein Ende finden. Die Alternative wäre: „Okay, naja. Zumindest habe ich es versucht und darauf bin ich stolz.“
An dieser Stelle würde mit einem positiven Fokus also gar keine Ablehnung entstehen.

 

Angst vor Ablehnung in der Beziehung

Viele Menschen haben trotz dessen, dass sie sich in einer Partnerschaft befinden, Angst davor, von ihrem Partner abgelehnt bzw. verlassen zu werden. Dies resultiert so gut wie immer aus einem geringen Selbstwertgefühl und nicht vorhandener Selbstliebe. Wer seinen eigenen Wert kennt und sich selbst mit allen Stärken und Schwächen liebt, kann eine sehr glückliche Beziehung führen und muss nicht ständig Angst davor haben, dass der Partner einen verlässt.
So kannst du lernen, dich selbst zu lieben.

Hier direkt mal ein kleiner Praxistipp: Mach dir deine Liebe zu dir selbst immer wieder bewusst, indem du dich in deinen Gedanken ganz klar auf deine Stärken fokussierst. Auf was kannst du stolz sein? Was kannst du gut? Für was mögen dich die Menschen in deinem näheren Umfeld? Der 2. Schritt wäre dann, die eigenen Schwächen anzuschauen, sie zu akzeptieren und sogar in ihnen etwas Positives zu finden.

 

Angst vor Ablehnung im Berufsleben

Im Berufsleben kommt es auch sehr häufig vor, dass Menschen die Angst vor Ablehnung täglich spüren. Sei es im Kontakt mit den Arbeitskollegen, mit Kunden oder mit der Chefin.

So kommt es z.B. dazu, dass:

  • Menschen es nicht kommunizieren, wenn ihnen etwas nicht gefällt oder sie unfair behandelt werden.
  • Menschen ihre eigene Meinung nur äußern, wenn sie merken, dass viele ihnen zustimmen werden.
  • Menschen sich nicht krankschreiben lassen und angeschlagen zur Arbeit erscheinen.

Das sind alles Dinge, die unschön sind und dich an deinem Glücklich sein hindern. Mach dir das ebenfalls bewusst.

 

Die Angst vor Ablehnung überwinden

Nun, da es eine Urangst ist, wirst du sie wahrscheinlich nie ganz eliminieren können. Das ist aber auch gar nicht nötig. Du kannst sie schon zu einem Großteil überwinden, indem du den richtigen Umgang mit ihr findest. Jede noch so negative Sache oder Angewohnheit, wenn man weiß, wie man mit ihr am besten umgeht.

Wie gehe ich mit der Angst vor Ablehnung um?

Schritt 1: Befasse dich noch einmal mit diesem Beitrag, indem du nochmal an den Anfang spulst und dir die möglichen Gründe bewusst machst. Was könnte bei dir der Auslöser in deiner Vergangenheit sein?

Schritt 2: Fühle dein Gefühl so intensiv wie möglich, wenn es akut da ist. Versuche nicht, es wegzuschieben oder zu verdrängen. Mach das Gefühl an deinem Körper ausfindig lass es freien Lauf. Durch diese Annahme deiner Gefühle verschwinden sie manchmal ganz von allein.

Schritt 3: Hinterfrage deine Angst, um es in Zukunft leichter zu haben. Ist sie wirklich nötig? Wie wäre es, wenn ich sie nicht hätte? Im gleichen Zug kannst du auch versuchen, deine negativen Gedanken einfach mal in positive umzuwandeln und zu schauen, was dann mit deinen Gefühlen passiert.

Gib dir selbst Ruhe und Zeit für den Weg zur Besserung

Gerade in diesem Thema, nämlich wenn es um tiefliegende Gefühle geht, solltest du dir so viel Zeit wie nur möglich geben. Die Angst vor Ablehnung hat sich höchstwahrscheinlich innerhalb Jahre oder gar Jahrzehnte bei dir eingeprägt, sodass es auch gerne mal Jahre dauern kann, bis sie kein Thema mehr für dich ist. Allerdings kann es auch sein, dass es ziemlich schnell geht. Versprechen können wir hier nichts, denn manche Ängste haben auch ihren Sinn, indem sie uns vor manchen Dingen schützen. Wenn es an der Zeit ist, das Gefühl loszulassen, wirst du es merken.

Schaue dir auch unsere anderen Beiträge an, in denen du wertvolle Praxistipps bekommst. Viele von ihnen sind in verschiedenen Lebensbereichen anzuwenden. Viel Spaß beim Durchschauen und lass uns gerne ein Kommentar da.